zottelratte
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Kurzgeschichten
  meine Rats
  Menschen
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   
   
   
   Indymedia
   Musikrollenspiel
   Haranni AbiForum
   Dreadshop in Holland
   Dreadlocks-Wiki
   Rude Dortmund, Termine, Forum...

http://myblog.de/zottelratte

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
die erste Kurzgeschichte

Ich habe nun mal eine neue Zusatzseite aufgemacht und auch schon direkt etwas dafür geschrieben. nehmt es mir nicht übel, dass die ersten kurzgeschichten noicht der hammer sind. ich muss ich erst wieder etwas einschreiben und meiner kreativität wieder n bissel nahrung geben.
fehler bitte überlesen !!!

also, die erste Kurzgeschichte

Chester Beddingfield, Detektiv

Es ist Mittag, 12 Uhr schätze ich, High Noon sozusagen. Wie gewöhnlich verbringe ich meine Mittagspause damit, mich auf meine Termine vorzubereiten. So auch heute. Ich spitze 2 Beistifte an, lege mir 10 leere, linierte Zettel bereit, nummeriere sie feinsäuberlich unten am Rand, gehe nochmals alle Gespräche durch, die ich heute vor mir habe und stocke immer wieder an einem Punkt. Wie sollte ich Mister Owen erklären, dass seine Frau verstorben ist? Wieder schmerzte mein Magen, schon die letzten Tage quählte er mich. Owen ist ein feiner Mann. Ich begegnete ihm vor einigen Jahren, meine Kariere als Detektiv hatte ich noch vor mir. Damals wegselten meine Berufe täglich, nichts füllte mich voll aus. Ich fühlte mich immer wieder innerlich zerrissen, hätte es nicht ertragen können, diesen oder jenen Beruf ein Leben lang zu erledigen. Ich hatte schon dutzende von Berufen ausprobiert, war frustriert,saß allein an einem Tresen in einer Stripbar als Owen sich neben mich setzte. "Sie wirken so, als hätten sie ein bisschen Hilfe nötig" war alles, was er zu mir sagte als er mir seine Karte in die Hand drückte. Vollkommen irritiert und vom Alkohol benommen las ich nur in fettgedruckter Schrift "PSYCHIATER". Als ich begriff, dass er mich für bekoppt hielt, war ich drauf und dran, ihm mit handfesten Argumenten klarzumachen, dass es nicht so war. Doch als ich mich mit geballter Faust umdrehte, war er verschwunden.
Einige Tage später suchte ich den ominösen Psychiater auf, dessen Karte ich aus lauter Verwunderung eingesteckt hatte. Warum? Ich weiß es nicht mehr. Ich wachte förmlich in seiner Praxis auf, wusste nicht mehr genau, wie ich dort hingekommen war. So lernte ich Owen kennen, den höflichen, aber oft viel zu direkten Psychiater Owen. Nach 2 Jahren psychiatrischer Arbeit war mir klar, welchen Beruf ich wählen musste. Und nun stehe ich hier, ertwarte mit gemischten Gefühlen Owen, der nun schon eine Viertestunde zu spät ist. Das ist gar nicht seine Art. Er war immer der gewesen, der mir sagte, ich solle mein verdammtes Leben regeln. Naja, im Regeln befolgen war Owen nie gut. Er wollte mir immer weiß machen, dass er im psychiatrischen System auf meiner Seite stand. Aber er hätte mich ja gehen lassen können, so wie ich es erfleht, gewünscht, gehofft habe. 24 Monate war ich in dieser Psychiatrie. Das Leben draußen ging weiter und ich wartete in diesem Ding darauf, endlich wieder am Leben teil haben zu dürfen. Nun hatte ich nur noch zwischendurch Rücksprachen mit der Psychiatrie. Sie hatten nicht mehr genug Platz für mich.
Nun warte ich schon über 20 Minuten auf ihn. Es darf doch nicht wahr sein. Brechzeiz. Schwindelig. Angst. Ich schüttele meinen Kopf, bin verwirrt. Mir ist gar nicht gut.
Ich erinnere mich schwammig an gestern. Plötzlich kommen bildartige Erinnerungen in mir hoch. Ein Messer, Angst, Owen.
"Chester, machen Sie die Tür auf, sie kommen jetzt mit uns. Sie werden dazu verdächtigt 2 Menschen mit einem Messer brutal umgebracht zu haben. Alles was sie sagen kann und wird im Prozess gegen sie verwendet werden."



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung